Teichpflege im Sommer

sommerDer Gartenteich im Sommer – alles wächst und gedeiht. Damit sich Pflanzen und Tiere im Teich rundum wohl fühlen und auch die Wasserqualität gut bleibt, benötigt der Teich etwas Pflege.

Alles muss stimmen

Gartenteiche sind keine natürlich entstandenen Ökosysteme – der Mensch hat den Teich angelegt. Aus diesem Grund ist es notwendig, ihn im Sommer auf bestimmte Weise zu pflegen, so dass die Nährstoffbalance jederzeit ausgewogen ist. Wenn die Wasserwerte, der Grad der Bepflanzung und die Pflege der Fische optimal auf die warme Jahreszeit abgestimmt sind, bewahrt der Teich seine positiven Eigenschaften und ist der ideale Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

Die Algen jederzeit im Auge behalten

Viel Sonnenlicht und ein hoher Nährstoffeintrag ins Wasser lassen die Algen wachsen. Ein gewisses Maß an Algen ist notwendig, da sie das Wasser mit Sauerstoff versorgen und verschiedenen Kleintieren als Nahrung dienen. Wachsen sie jedoch in zu hohem Maße, gerät das ökologische Gleichgewicht im Teich durcheinander und die Wasserqualität leidet: Das Wasser wird grün und faulig.

Einem zu hohen Algenwachstum kann sowohl mit Pumpen und Filtern begegnet werden, die Tag und Nacht arbeiten, als auch mit chemischen Mitteln. Der Fachhandel hält spezielle flüssige Teichklärer an, die dem Wasser zugesetzt werden. Bei kleinen Teichen bietet sich außerdem eine zusätzliche Beschattung an sehr warmen Tagen an.

Andere Werte im Wasser

Neben dem Algengehalt sollten im Wasser auch weitere Werte regelmäßig kontrolliert werden:

  • pH-Wert: 7 bis 8 ist für Fische ideal
  • Karbonathärte (KH): 5 bis 15 dH
  • Gesamthärte (GH): 5 bis 15 dH
  • Nitrit NO2): null – ab 0,02 mg/l ist das Wasser für Fische giftig
  • Nitrat (NO3): unter 50 mg/l

Diese Werte können wahlweise mit Indikatorstäbchen oder mit dem Tröpfchentest ermittelt werden. Indikatorstäbchen werden einfach ins Wasser getaucht und zeigen durch ihre Färbung den Gehalt an der jeweiligen Substanz an. Meist werden jedoch nicht alle Werte getestet. Einzelwerte lassen sich mit dem Tröpchentest präzise ermitteln, denn hier werden für jeden Wert Wasserproben entnommen und mit einer Testflüssigkeit vermischt. Die Mischung verfärbt sich und anhand einer beiliegenden Farbskala wird der Gehalt an der Substanz angezeigt.

Maßnahmen zum Erhalt der Wasserqualität

Wenn der Nährstoffgehalt zu hoch ist, können Unterwasserpflanzen dem entgegenwirken. Auch die Temperatur des Wasser spielt eine Rolle: Mehr als 22 Grad sollte sie nicht betragen – an warmen Tagen muss kaltes Wasser nachgefüllt werden. Dies gilt ebenso bei Wasserverlust durch Verdunstung.

Ein zu hohes Pflanzenwachstum belastet den Teich gegebenenfalls auch. Hier kann das Zurückschneiden stark wachsender Pflanzen Abhilfe schaffen. Abgestorbene Pflanzenreste, Wasserlinsen und Algen werden am besten mit einem Kescher aus dem Wasser entfernt, so dass sie nicht faulen.

Wenn der Teich am Grund zu stärkere Schlammbildung neigt, das Wasser nicht mehr klar und zu flach ist, empfiehlt es sich, einen Schlammsauger einzusetzen und den überschüssigen Schlamm abzusaugen. Filter und Pumpe sollten rund um die Uhr in Betrieb sein, damit das Wasser bewegt und mit Sauerstoff versorgt wird.

Die Fische…

… werden möglichst genau nach ihrem Bedarf gefüttert. Sollte das Futter nicht innerhalb einer Viertelstunde aufgefressen worden sein, ist es zu viel – beim nächsten Mal wird weniger gegeben. Nach kurzer Zeit ergibt die Praxis, wie viel Futter die Fische brauchen.

Die Teichpflege im Sommer in Kurzform

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  • Algenwachstum überwachen und bei Bedarf kontrollieren
  • Filter und Pumpen ständig arbeiten lassen
  • Wasserwerte regelmäßig messen
  • Wassertemperatur nicht über 22 Grad ansteigen lassen
  • Bepflanzung im Auge behalten, bei Bedarf zurückschneiden
  • Pflanzenreste aus dem Wasser entfernen
  • Bei Bedarf Schlamm vom Grund absaugen
  • Fische genau nach Fressverhalten füttern