Teicharten für den Garten im Überblick

Gartenteich ist nicht gleich Gartenteich. Es gibt unterschiedliche Arten von Teichen – jeweils für ganz eigene Verwendungszwecke. Neben dem Ziel, das mit dem Teich verfolgt wird, spielt auch die Art des Gartens bei der Entscheidung eine Rolle. Ein größerer Fischteich passt zum Beispiel nicht so gut in einen kleinen Vorgarten und ein stimmungsvoller asiatischer Teich nicht optimal in einen sachlichen englischen Garten. Im Folgenden werden die verschiedenen Teicharten kurz vorgestellt.

Der klassische Gartenteich

Dieser Teich ist am häufigsten anzutreffen. Er ist groß und tief genug, dass Fische in ihm gehalten werden – und dies ist auch eines von zwei Zielen, die mit ihm verfolgt werden. Das zweite Ziel ist es, ein wichtiges gestalterisches Element im Garten zu schaffen, denn klassische Teiche sind in der Regel etwas größer und reichhaltig bepflanzt. Damit die Fischhaltung möglich ist, sollte dieser Teich in der Mitte mindestens 80 Zentimeter tief sein. Dies stellt sicher, dass – mithilfe einer Pumpe – genug Sauerstoff im Wasser ist und der Teich auch in kalten Wintern nicht bis zum Grund zufriert.
Liebhaber schöner Wasserpflanzen kommen mit dem klassischen Gartenteich voll auf ihre Kosten, denn gerade bei etwas größeren Teichen ist eine abwechslungsreiche Bepflanzung möglich, gestaffelt nach Wassertiefe.
Wichtig beim Gartenteich ist es, Sonneneinstrahlung und Laubfall zu berücksichtigen. Für Pflanzen, Tiere und Wasserqualität spielt beides eine Rolle.
-> Folienteich
-> Kunststoff-Teich

Eine Sonderform: der Koiteich oder asiatische Teich

Kois als sehr hübsche Fische, die außerdem zahm werden können, werden immer beliebter. Ihre Haltung erfordert etwas mehr Aufwand als die unserer heimischen Fische. Das Wasser eines Koiteiches muss sehr sauber gehalten werden, was mit hochwertigen Filteranlagen bewerkstelligt wird. Als Größe für einen Koiteich gilt die Faustformel: 1.000 Liter Wasser pro Fisch.
Neben der Sauberkeit des Wassers spielt bei der Haltung dieser edlen Fische auch die Wassertemperatur eine Rolle. Zwischen 15 und 25 Grad fühlen sie sich am wohlsten. Im Winter kommen sie mit kälteren Temperaturen zurecht, aber kälter als vier Grad sollte das Wasser nicht werden.

Der Zierteich…

… ist für jene Gartenbesitzer attraktiv, die keine Fische halten möchten, sondern bei denen der Teich als dekoratives und ökologisch wertvolles Element in den Garten eingefügt werden soll. Zierteiche brauchen nicht so groß und tief zu sein wie Fischteiche – dennoch ist es ratsam, auf ausreichen Platz für die Pflanzen zu achten sowie auf den Sauerstoffgehalt des Wassers.
Fehlt dem Wasser Sauerstoff, neigt es zum Eintrüben und Faulen. Filter und Pumpen, die das Wasser bewegen und Sauerstoff hineintragen, sorgen auch bei kleinen Teichen für eine gute Wasserqualität. Somit bietet sich diese Teichart für kleine Grundstück an oder für verwinkelte Gärten mit wenig freier Fläche. Einige Gartenbesitzer schätzen es auch, wenn ein kleiner Zierteich unmittelbar an der Terrasse angelegt wird – Wasser besitzt eine entspannende, erholsame Wirkung. Hier sollte jedoch bedacht werden, dass freie Wasserflächen gern von Mücken aufgesucht werden. Ein Mückenschutz ist dann hilfreich.

Der Schwimmteich

Einen eigenen Pool im Garten und dies auf natürliche Weise – wer sich dies wünscht, ist mit einem Schwimmteich gut beraten. Was für diesen Teich vor allem gebraucht wird, ist ausreichend Platz in einem größeren Garten.
Schwimmteiche werden am besten mit einem stufenweise abfallenden Grund gestaltet, so dass Ein- und Ausstieg kein Problem sind. Damit das Wasser auch wirklich Badequalität hat, empfiehlt sich der Einsatz einer Filteranlage. Zusätzlich gibt es Wasserpflanzen, die sich positiv auf das Wasser auswirken und als biologische Filter dienen. Beim Bepflanzen eines Schwimmteiches muss jedoch darauf geachtet werden, dass sich die Benutzer beim Baden nicht in den Wasserpflanzen verfangen. Wenn dies beachtet wird, steht dem Badevergnügen im eigenen Schwimmteich nichts mehr im Wege.