Pflanzen für den Gartenteich

teich-pflanzenWas wäre ein Gartenteich ohne eine hübsche und natürlich wirkende Bepflanzung? Für jede Wassertiefe gibt es die passenden Wasserpflanzen, die jedem Teich ein individuelles Gesicht verleihen und ökologisch sehr wertvoll sind.

Die richtige Bepflanzung ist ganz leicht

Jeder Gartenteich besteht aus Zonen mit unterschiedlicher Wassertiefe – von der flachen Sumpfzone bis in das tiefe Wasser, das – je nach Art und Größe – mindestens 60 Zentimeter beträgt und bei vielen Teichen durchaus einen Meter und mehr. Damit der Teich seine Funktion als Highlight im Garten voll erfüllen kann und die Pflanzen optimal gedeihen, sollten für jede Wassertiefe die richtigen Wasserpflanzen ausgewählt werden. Im Folgenden werden für die verschiedenen Bereiche Beispielpflanzen vorgestellt.

Warum überhaupt Wasserpflanzen?

Für die meisten Gartenbesitzer spielt zunächst der optische Reiz eine Rolle: Ein schön und vielfältig bewachsener Teich bietet etwas fürs Auge und wertet jeden Garten enorm auf. Hinzu kommt der ökologische Aspekt: Wasserpflanzen, vor allem heimische Sorten, sind ein wertvoller Lebensraum für Kleintiere und Insekten. Falls Fische im Teich leben, nutzen sie Wasserpflanzen als Nahrungsquelle und Versteck. Wenn ein Gartenteich neu entsteht und gut bepflanzt wird, stellen sich die Tiere bald von selbst ein.

Ein anderer guter Grund für eine Bepflanzung liegt in der positiven Wirkung der Pflanzen auf die Wasserqualität. Pflanzen nehmen in ihrem Stoffwechsel Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff ab – und Wasserpflanzen tun dies entsprechend im Wasser, das dadurch ausreichend Sauerstoff enthält. Dies ist nicht nur für eventuell eingesetzte Fische lebenswichtig, sondern kommt auch Teichen ohne Fische zugute: sauerstoffreiches Wasser neigt nicht zur Fäulnisbildung und ist klarer.

In diesem Zusammenhang gibt es auch Wasserpflanzen, die das Wasser filtern und Schweb- und Schadstoffe neutralisieren. Dies spart den Einsatz von Filtern und Pumpen. Benötigt werden diese technischen Hilfsmittel zwar auch, aber nicht so sehr, dass sie den Teich dominieren würden.

Die unterschiedlichen Wasserzonen

Die meisten Gartenteiche bestehen aus vier Zonen mit ihren jeweiligen Wassertiefen:

  • die Sumpfzone bis etwa 15 Zentimeter
  • die Flachwasserzone bis etwa 50 Zentimeter
  • die Tiefwasserzone ab ungefähr 60 Zentimeter. Hier gilt jedoch: Auch kleine Teiche sollten mindestens 80 Zentimeter tief sein, damit sie im Winter nicht vollständig zufrieden.

Pflanzen für jede Zone

Für die Sumpfzone eignen sich Pflanzen wie Sumpfschwertlilie, Binsen, Wasserminze und Sumpfvergissmeinnicht. In der Flachwasserzone sind Fieberklee, Froschlöffel, Wasserhahnenfuß oder spezielle kleine Rohrkolben optimal.
Für tiefere Wasserbereiche bieten sich weiße Seerosen und gelbe Teichrosen an sowie der normale Rohrkolben und das Schwimmende Laichkraut. Hinzu kommen reine Unterwasserpflanzen wie Tarnwedel, Hornkraut, Wasserpest, Krebsschere und Quellmoos.

Was ist beim Bepflanzen zu beachten?

An erster Stelle steht die Regel: Weniger ist mehr. Es sollten nicht zu viele Pflanzen gewählt werden, denn praktisch alle Wasserpflanzen breiten sich sehr und müssen, wenn sie optimal angewachsen sind, regelmäßig beschnitten werden. Lediglich Rohrkolben regulieren ihren Bestand generell selbst und sterben ab, wenn sie zu dicht stehen. Seerosen hingegen können einen Teich relativ schnell bedecken und benötigen einen Rückschnitt.

Wer Wert legt auf einen natürlichen, ökologisch orientierten Gartenteich, entscheidet sich für heimische Pflanzen. Sie sind in der Regel widerstandsfähiger und außerdem ein guter Lebensraum für Tiere.

Die Zusammensetzung der Über- und Unterwasserpflanzen beträgt am besten zwei Drittel zu einem Drittel – dies ist eine ausgewogene Balance. Ein zusätzlicher Punkt ist die Dauer der Sonneneinstrahlung am Teich – wie bei anderen Pflanzen auch, so gibt es Wasserpflanzen, die mehr Sonne mögen als andere.

Weitere Punkte beim Bepflanzen

Wenn es an die praktische Arbeit geht, gilt der Grundsatz: von der Mitte des Teiches zum Rand hin bepflanzen. Dies erleichtert sowohl die Arbeit selbst – es werden keine Randpflanzen beschädigt, wenn die Teichmitte bearbeitet wird – als auch die Berechnung des Platzbedarfs für jede Pflanze.

Als Untergrund für Wasserpflanzen kommt normale Gartenerde nicht infrage, sondern es gibt spezielle Teicherde. Sie wird zusammen mit einer Grundierung aus Sand und Kies verwendet, wobei Kies und Sand auch als Fixierung der Teichfolie dienen.

Viele Teichpflanzen werden bereits in besonderen Pflanzkörben verkauft. Falls nicht, lassen sich Pflanzkörbe nachkaufen. In ihnen werden die Pflanzen an ihre gewünschte Position im Teich gebracht und bei Bedarf mit Kies oder Steinen fixiert. Pflanzkörbe halten nicht nur die Erde am Wurzelballen, sondern unterbinden auch ein zu üppiges Wachstum einiger Pflanzen.

Für den Uferbereich oder andere Zonen mit Gefälle sind im Fachhandel spezielle Böschungsmatten erhältlich, die auf den Untergrund gelegt und mit Steinen beschwert werden. Sie lassen sich wie ein Blumenbeet bepflanzen.

Zu guter Letzt…

… spielt natürlich der persönliche Geschmack eine Rolle beim Bepflanzen des Gartenteiches. Wer die Pflanzen bewusst wählt und sorgfältig pflanzt, wird am Teich viel Freude haben – und im Laufe der Jahre entwickelt sich der Bewuchs von ganz allein zu einem schönen Stück Natur.