Form und Größe des Teiches

teich-formBeim Anlegen eines Gartenteiches sind den individuellen Wünschen kaum Grenzen gesetzt. Dies macht Teiche so attraktiv und jeder Teich ist ein Unikat. Dennoch gibt es einige Dinge, die auf Form und Größe des Teiches Einfluss nehmen.

Gartenteich ist nicht gleich Gartenteich

So einzigartig, wie jeder Garten ist, wird auch der selbst angelegte Teich ausfallen. Wenn es das Gelände zulässt, besteht bei der Wahl von Form und Größe ein großer Spielraum. Damit sich das Gewässer aber perfekt in den Garten und dessen Stil einfügt und damit Form und Größe zum geplanten Verwendungszweck passen, sollten einige Punkte beachtet werden. Diese Punkte werden hier übersichtlich dargestellt.

Garten und Teich als harmonische Einheit

So breitgefächert wie die unterschiedlichen Gartenstile sind auch die Teiche selbst. Aus diesem Grund sollte bei der Planung von Form und Größe der Garten gut mit einbezogen werden. Diese Beispiele verdeutlichen es:

  • Ein natürlich angelegter Bauerngarten passt optimal mit einem geschwungenen Teich zusammen, der wirkt, als sei er natürlich entstanden.
  • Ein sachlicher oder streng englischer Garten profitiert besser von einem Teich mit einer ebenfalls sachlichen Form, zum Beispiel oval
  • Ein Fischteich wirkt perfekt, wenn er einen geschwungenen Uferverlauf besitzt und mit heimischen Wasserpflanzen bestückt wird. Dies lässt ihn wie ein gewachsenes Stück Natur erscheinen.

Zu diesen Beispielen kommt noch die Geländeform des Gartens hinzu. Eine schon vorhandene Senke sollte unbedingt ausgenutzt werden.

Die Größe…

… hängt unmittelbar vom Verwendungszweck ab. Zunächst gilt: je größer, desto besser, denn je mehr Wasser vorhanden ist, desto besser funktioniert die Selbstreinigung des Wassers und desto weniger Technik muss eingesetzt werden. Auch die ökologische Vielfalt profitiert von ausreichend Platz und Wassermenge. Ein weiterer Punkt: Bei großen Teichen fallen auch längere Trockenperioden mit viel Sonne nicht so ins Gewicht wie in kleinen Teichen, bei denen die Verdunstungsrate schnell einen kritischen Punkt erreicht und Wasserstand und -qualität vom Gartenbesitzer reguliert werden müssen.

Bei der Wasserfläche gelten 10 Quadratmeter als Minimum – und je mehr, desto besser. Eine Fläche von etwa 40 Quadratmetern ist ideal, wenn es um einen reichhaltigen Pflanzenwuchs oder um das Halten von Fischen geht. Der Pflegeaufwand nimmt bei zunehmender Größe des Teiches proportional ab, weil das Wasser sich selbst leichter reinigen kann. Auch bestimmte Wasserpflanzen verfügen über eine reinigende Wirkung, indem sie Faulstoffe aufnehmen, zum Beispiel Iris und Froschlöffel. Und solche Pflanzen benötigen Platz.

Eine wichtige Anmerkung: Teiche ab einer bestimmten Größe müssen eventuell von der lokalen Baubehörde genehmigt werden. Die Mindestgröße variiert von Bundesland zu Bundesland – es empfiehlt sich also, vor dem Anlegen eines größeren Teiches bei der Behörde nachzufragen.

Die Wassertiefe…

… hängt davon ab, was mit dem Teich bezweckt wird. Ein kleiner Zierteich, der als optischer Mittelpunkt neben der Terrasse entsteht und lediglich einige Pflanzen aufnehmen soll, kommt mit ungefähr 40 Zentimetern aus. Sollen Fische gehalten werden, braucht es eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern oder einem Meter. Insbesondere in Gegenden, in denen die Winter kalt sind, sollte ein Meter nicht unterschritten werden, denn der Teich darf nicht bis zum Grund zufrieren – die Fische ziehen sich zur Winterruhe in die tiefsten Bereiche zurück.

Noch großzügiger sollten die Ausmaße für einen Schwimmteich dimensioniert werden. Hier muss der Teich Platz sowohl für das Baden als auch für die Pflanzen bieten. Eine Wasserfläche von mindestens 60 Quadratmetern ist hier angebracht. Die Form sollte eher klar sein statt sehr verspielt, damit zum Schwimmen viel Platz vorhanden ist. Bei der Tiefe gilt wiederum: je tiefer, desto besser. Dies wirkt sich sowohl auf das Badevergnügen selbst als auch auf die Wasserqualität positiv aus.

Fazit

  • Bei der Form sollten der Stil des Gartens und der des Teiches gut harmonieren
  • Die Größe hängt von Verwendungszweck ab, aber es gilt der Grundsatz: je größer, desto besser
  • 10 Quadratmeter sind das Minimum
  • 40 Quadratmeter sind optimal für eine gute Wasserqualität und ökologische Vielfalt
  • 60 Quadratmeter für einen Schwimmteich
  • Wassertiefe: je tiefer, desto besser
  • mindestens 40 Zentimeter für Zierteiche, mindestens 80 für Fischteiche
  • Bei größeren Teichen nach einer möglichen Genehmigungspflicht fragen