Folienteich anlegen

folienteich-anlegenHinter dem Begriff „Folienteich“ steckt der klassische Gartenteich, der aus einer ausgehobenen Grube besteht, die mit einer Folie ausgekleidet wird. Für diesen Zweck gibt es im Fachhandel spezielle Teichfolien: wetterbeständig, sehr haltbar und gut zu verarbeiten. Ein Folienteich ist etwas Einmaliges, denn jeder Gartenbesitzer legt seinen Teich individuell an – ganz nach seinem Geschmack.

Die Vorteile des Folienteiches

Es wurde bereits angedeutet: Jeder Folienteich ist ein Unikat. Der Gartenbesitzer legt ihn genauso an, wie er ihn sich wünscht. Dem persönlichen Geschmack sind dabei keine Grenzen gesetzt – oder allenfalls durch den vorhandenen Platz im Garten. Beim Anlegen dieses Teiches kann der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Größe, Form, Wassertiefe, die Anzahl der Flach- und Tiefwasserzonen – alles lässt sich nach den eigenen Vorstellungen planen und umsetzen.

In diesem Zusammenhang sind Folienteiche auch ideal für einen Garten mit engen Vorgaben, zum Beispiel wenn wenig freier Raum oder ein Gefälle vorhanden ist. Der Teich kann in seiner Form dem Garten angepasst werden und fügt sich harmonisch ein. Auch die Art der Nutzung wird frei gewählt, etwa als Ruhepol, Goldfischteich oder ökologisch wertvoller Mittelpunkt.

Die Nachteile

Ein individuell angelegter Folienteich bedeutet relativ viel Arbeit, wenn man ihn beispielsweise mit einem Fertigteich vergleicht. Das Planen und Graben, das sorgfältige Auslegen der Plane und die Bepflanzung geschehen nicht von heute auf morgen. Außerdem muss vorsichtig gearbeitet werden, damit die Grube optimal angelegt wird und die Folie weder beim Auslegen noch beim Bepflanzen und Befüllen mit Wasser beschädigt wird. Ein einmalig gemachter Fehler erfordert einen Neustart der Arbeiten.

Der eigene Folienteich: So geht es

Erster Schritt: den Standort wählen und vorbereiten

Die meisten Gartenbesitzer haben bei der Planung den idealen Standort bereits im Kopf. Dieser muss nun entsprechend vorbereitet werden. Wie groß und tief soll der Teich werden? Wird er unterschiedlich tiefe Wasserzonen enthalten? Diese Fragen werden zunächst geklärt…
… und die Grube anhand des Planes ausgehoben. Damit die Folie gut liegt und nicht beschädigt wird, sollten alle Wurzelreste, Steine und ähnliche spitze Dinge restlos aus der Grube entfernt werden. Zusätzlich empfiehlt sich eine Schicht Sand als Grundierung, auf die ein spezielles Schutzflies gelegt wird.

Zweiter Schritt: das Auslegen der Plane

Teichfolie ist in unterschiedlichen Materialien, Größen und Stärken erhältlich. Das gängigste Material ist PVC, das sich für praktisch alle Teiche eignet. PE ist leichter und umweltfreundlicher, jedoch nicht so flexibel und passt sich Unebenheiten nicht so gut an. PE eignet sich lediglich für große Teiche mit einem gleichmäßigen Untergrund. Zusätzlich sind Teichfolien aus Kautschuk erhältlich, die extrem wetterbeständig und langlebig sind – entsprechend höher ist ihr Preis.

Das Auslegen der Folie sollte sehr gleichmäßig geschehen, denn es dürfen keine Falten entstehen. Falls ein Vlies unter der Folie liegt, ist es ratsam, dieses am Rand mit Sand zu beschweren, damit es nicht verrutscht. Die Folie wird nun von einer Seite zur anderen vorsichtig ausgerollt, wobei der Form der Grube gefolgt wird.

Nach dem Glattziehen wird die Folie an den Rändern ebenfalls mit Sand bedeckt und so fixiert. Überstehende Ränder können abgeschnitten werden.

Dritter Schritt: den Teich mit Leben füllen

Etwas Wasser kann jetzt schon in den Teich gefüllt werden, aber nur so viel, dass das Bepflanzen noch leicht möglich ist. Für jede Wassertiefe sind die passenden Pflanzen erhältlich, die – entweder in Kies oder in Pflanztöpfen – an ihre jeweilige Position gesetzt werden. Fast alle Pflanzen breiten sich später aus, also empfiehlt es sich, ein wenig Abstand zu lassen.

Falls elektrische Anlagen wie Pumpe oder Filter eingesetzt werden, so geschieht das ebenfalls jetzt. Wichtig dabei ist, dass eventuelle scharfe Ecken nicht mit der Folie in Berührung kommen.

Der letzte Schritt: das Wasser

Jetzt ist es so weit: Das Wasser wird eingefüllt. Wie bei allen anderen Schritten, so ist auch hier die Sorgfalt wichtig. Wasser ist schwer und übt Druck aus – ein langsamer Wasserfluss bewahrt die Folie vor Schäden und die neuen Pflanzen bleiben an ihrem Platz. Gut ist es auch, wenn der Teich nicht bis zum letzten Rand mit Wasser gefüllt ist. So bleibt Spielraum für starke Regenfälle.

Das Ganze als Video

In diesem Video (von TheOutsideliving) wird das Anlegen eines Folienteiches noch ein mal ausführlich gezeigt:

Noch einmal kurz: Folienteich anlegen

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  • Den Standort wählen, vorbereiten und die Grube ausheben
  • Die Plane auslegen und glattziehen
  • Etwas Wasser einfüllen sowie die Pflanzen setzen
  • Wasser langsam einfüllen